Flüchtlingsheime in Deutschland

Den aktuellen Medien ist zu entnehmen, dass die Zahl von asylsuchenden Personen in diesem Jahr weiter stark ansteigen wird. Das Bundesamt für Migration rechnet zurzeit mit ungefähr 800.000 Asylantragen für das Jahr 2015. Um diesen Personen eine Unterbringungsmöglichkeit bieten zu können müssen kostengünstige und vor allem kurzfristige Lösungen gefunden werden. Es wurde bereits diskutiert die baurechtlichen Vorschriften in Flüchtlingsunterkünften zu lockern, was unter anderem den Brandschutz und den Wärmeschutz betrifft. Auf Grund der vermehrten Brandanschläge auf solche Einrichtungen, wird die Minderung von Brandschutzanforderungen jedoch stark kritisiert.

Die Schaffung von Flüchtlingsunterkünften in bestehenden Gebäuden stellt alle Beteiligten vor eine schwierige Aufgabe, da es sich um einen ungeregelten Sonderbau handelt. Erleichterungen können z.B. in Form von reduzierten Anforderungen an die Barrierefreiheit, die Energiesparverordnung (EnEV) oder den Denkmalschutz gewährt werden. Beim Brandschutz machen es individuelle Maßnahmen möglich, den Bewohnern ein einheitliches Sicherheitsniveau zu bieten und weiterhin den baurechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Hier kommt es auf die ganzheitliche Betrachtung des Bestandsgebäudes und der Infrastruktur an. Eine frühe Branderkennung oder die Unterweisung der Bewohner hinsichtlich Alarmierung und Fluchtwegverläufen, können im Einzelfall möglicherweise eine Unterschreitung der Feuerwiderstandsdauer oder zu geringe Türbreiten kompensieren. Hinzu kommt, dass es sich bei solchen Einrichtungen meist nur um eine temporäre Nutzung handelt und der Kostenfaktor für die Umnutzung möglichst gering gehalten werden sollte.

Bei Fragen zu diesem Thema, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Ebenso unterstützen die Sachverständigen und Mitarbeiter von ABIT Ingenieure Sie gern diesbezüglich bei Ihren Projekten.

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